Am Montag nach dem Frühstück und einem Lebensmitteleinkauf treffen wir Stafan an der Anlgegstelle des Dinghis. Stefan und Mani fahren mit den Einkaufstaschen und dem Tandem zum Boot. Ich schwimme die Strecke von ca. 300m rüber zum Boot. Danach verlassen wir die Bucht mit genug Wind zum Segeln.
Wir versuchen auch unser Glück mit Angeln, plötzlich gibts einen Ruck an der Angel, wir sind gespannt, was für eine Beute wir gemacht haben. Stefan zieht die Schnur der Angel hoch, aber leider ist nichts mehr dran, scheinbar konnte er fliehen. Schade, dann gibt es doch nur Poulet mit Salat und keinen Fisch zum Znacht.

In der Bucht von Orinon Ankern wir. Genau so habe ich mir das vorgestellt, ankern, schwimmen, schöne Strände, Küsten und kleine Inseln. Der Anker ist fest, Mani und ich schwimmen an Land und durch die kleine Lagune raus wieder zurück zur Miss Suma. Nach dem Znacht mit Salat und Poulet fahren wir mit dem Dinghi an Land und trinken im stark besuchten Restaurant oberhalb vom Strand noch einen Kaffee und einen Drink.

Die Schwell nimmt stark zu und das Boot schaukelt in der Nacht stark. Am Anfang sind Mani und ich unsicher ob der Anker hält. Wir markieren den Ankerpunkt im Garmin und kontrollieren bei jedem Toilettengang unsere Position. Der Anker hält.






Am Dienstag wollen wir bis Santander fahren, mit Segeln ist am Morgen nicht viel, der Wind lässt noch auf sich warten. Auch am Nachmittag kommt kein Wind auf. In der grossen Bucht von Santander gibt es nicht viele Anker- oder Anlegemöglichkeiten im Freien. Zwei Ankerplätze und eine Anlegestelle an einem Quai. Der eine Ankerplatz ist besetzt, der andere ist frei, aber sehr knapp mit Platz für den Schwoienkreis. Wir nehmen ihn trotzdem für eine Nacht. Mani geht noch zu Fuss einkaufen und vergisst Schuhe anzuziehen. Er kann grad noch die wichtigsten Lebensmittel zusammen suchen, bevor ihn die Securitas rausschmeisst und mit Polizei droht, falls er nicht geht. Sie begleiten ihn bis ganz aus dem Areal raus. Es ist verboten sich barfuss im Einkaufszentrum aufzuhalten.

Die Nacht ist ruhig. Am Mittwoch morgen versuchen wir den Hafen anzufunken, sie reagieren aber nicht, auch nicht auf unseren Telefonanruf. Da Stefan morgen früh nach Hause fliegt und es vom Ankerplatz in die Stadt sehr weit ist, wechseln wir zur Anlegestelle am Quai in der Stadt. Der Platz ist perfekt für uns, tief genug und schön Platz zum Anlegen. Das Boot wird auch schön von der Wand weggetrieben, es kratzt nicht an der Mauer. Wir können super aussteigen, indem wir das Boot mit den Leinen näher zu Mauer ziehen.

Öfter sehen wir die Hafenpolizei bei uns vorbei fahren und vermuten, dass sie kommen und uns wegschicken. Aber sie beachten uns nicht. Also bleiben wir mit gutem Gewissen. Wir laden das Tandem ab und besichtigen heute die Stadt. Stefan macht mit dem Bus eine Hop on/Hop off-Tour. Santander ist eine sehr saubere gepflegte und schöne Stadt.










Am Abend lädt uns Stefan zum Znacht Essen in ein feines Restaurant ein. Stefan und Mani ziehen trotz Hitze lange Hosen an, ich putze mich auch raus. Nach dem Apero gehen wir ins Restaurant, wo wir um 20.30 Uhr reserviert haben. Viele Gäste sind auch in kurzen Hosen, naja macht nichts, ganz so heiss ist es ja nicht mehr. Das Essen ist wirklich sehr fein und der Sevice auch freundlich und sehr aufmerksam. Vielen Dank. Wieder auf dem Boot machen wir uns langsam bettfertig und wollen schlafen gehen. Plötzlich kommt jemand, ruft uns und leuchtet mit der Taschenlampe ins Boot. Die Hafenpolizei. Sie schicken uns weg, wir dürfen hier nicht bleiben, auch nicht für eine Nacht. Stefan kann aushandeln, dass wir morgen früh nochmals anlegen dürfen, dass er aussteigen und rechtzeitig zu Fuss zur Bushaltestelle kommt. Das heisst, wir müssen zurück zur Ankerstelle und das bei völliger Dunkelheit.

Gegen 1 Uhr wieder vor Anker zum Glück bei sehr ruhigem Wetter und keine Wellen legen wir uns endlich schlafen.
Am Donnerstag um 7 Uhr klingelt der Wecker. Mani und Stefan frühstücken, ich habe noch keinen Hunger. Danach ziehen wir den Anker hoch und fahren wieder zur Anlegestelle am Quai, wo wir Stefan verabschieden. Schön das du da warst, es war eine schöne Zeit. Vielen Dank. Wir legen wieder ab und fahren los. Nach ca. 5 min. klingelt das Telefon, Stefan hat seinen Hut vergessen, er liegt noch auf dem Salontisch. Mani dreht um und steuert den Quai nochmals an aber an einer anderen Stelle, da sind blöde Gummipoller an der Mauer die schwarze Striemen am Boot machen könnten und das Kunstgebäude steht weit vor, wir dürfen nicht zu weit nach vorne fahren, sonst donnern wir da rein. Zum Glück ist kein Wind und keine Wellen, nur die Strömung, ich kann Stefan den Hut mit dem Bootshaken reichen.
Um den neuen Ankerplatz anzufahren, müssen wir Kontakt mit der Airport-Kontrolle aufnehmen und um Erlaubnis bitten, den Fluss unter der Flugschneise passieren zu dürfen.


Kurz nach 10 Uhr sind wir an der neuen Ankerstelle fest. Ich kann endlich gemütlich zmörgelen, Mani bringt das Tandem an Land und packt die schmutzige Wäsche zusammen. Wir fahren in die Stadt zum Waschen. Danach bringt mich Mani zum Strand, wo ich schwimme und die Sonne geniesse. Er bringt die Wäsche zurück zum Boot und holt mich nach zwei Stunden wieder ab.


Am Freitag fahren wir mit dem Bus nach Burgos und nehmen das Tandem mit. Die Fahrt dauert etwa drei Stunden. Die Landschaft ist super schön, viele Wälder, sehr steile Felswände und dazwischen hübsche kleine Dörfer. Unterwegs buchen wir ein Hotel im Zentrum der Stadt, dass wir ab 15 Uhr beziehen können. Es ist ein hübsches kleines Zimmer mit Bad.





Wir buchen eine Rundtour in der Kathedrale. Durch das scannen von einem QR-Code erhalten wir über unsere Kopfhörer viele interessante Informationen über den Bau und die Stifter. Nur ein kleiner Teil der imposanten und gewaltigen Bauteile der Kathedrale, wenn man bedenkt, wie alt die Bereiche sind….








Am Sonntag nach dem Frühstück und kurzer Besichtigung des geschlossenen Castillos fahren wir auf dem Via Verdes Richtung Norden. Unser Ziel heute in die Nähe von Soncillo zu kommen. Der wunderschöne Veloweg bietet sehr viel Abwechslung der Natur. Berge und Felslandschaften, Wälder, Flüsse, Sanddünen ähnliche Landschaften und Felder so rot wie Eisen.




Gegen 16 Uhr bei einer Kaffee Pause in Nofuentes buchen wir per Internet unser Hotel für diese Nacht im Balneario de Corconte, ein Spa-Hotel, vielleicht gibt es ja noch ein Bad heute….


Nach Puentedey geht es nochmals so richtig weit und steil bergauf, wir sind eine Stunde länger unterwegs als wir gerechnet haben. Um 20 Uhr erreichen wir das Hotel, sieht echt rustikal und alt aus. Wir machen uns Gedanken über unsere Kleidung, weil wir nur lockere Kleider dabei haben, Mani sogar nur kurze Hose und Sandalen, ob sie uns überhaupt in den Speisesaal rein lassen…
Leider ist das Bad für Gäste die kein Spa-Paket gebucht haben nur von 15.30 bis 19.30 Uhr offen. Schade, dann gibt es halt nur eine Dusche. Das Essen ist ganz ok, aber der Service und das Ambiente im Speisesaal lassen sehr zu wünschen übrig…schade. Mit kurzer Hose und Sandalen ist Mani auch nicht underdressed…



Wir sind heute etwa 130km gefahren, meine Uhr hat ein paar Kilometer vor dem Ziel den Geist aufgegeben, der Akku ist leer. Das war eine superschöne Strecke, aber zum Schluss auch sehr streng.

