Spontaner Besuch eines jungen Caminos, und grad nochmals Besuch….

Noch vor dem Frühstück geht Mani nochmals mit dem Kescher und versucht einen Fisch zu fangen. Und stellt euch vor, es hat geklappt, den ersten Fisch selbst gefangen. Ein Fischer im Hafen bietet Mani sofort Hilfe an um den Fisch zu töten, schneidet den Kopf ab und entfernt die Haut.

Manis erster selbst gefangener Fisch…

Mani möchte heute eine strenge Tandemtour machen. Aber vorher müssen wir noch einkaufen. Auf dem Weg aus dem Hafen besuchen wir kurz unsere neuen Nachbarn, die heute über die Biskaya hierher gekommen sind. Ein junges nettes Pärchen, Magdalena und Christoph, wir fragen, ob sie zu uns zum Znacht essen kommen möchten. Sie freuen sich sehr über die Einladung und kommen auf 19 Uhr rüber. Nach dem Einkaufen beginnen wir mit der Vorbereitung für das Essen, die Tandemtour fällt ins Wasser. Gegen 15 Uhr ziehe ich mich um, um am Strand zu schwimmen.

hier schwimme ich eine Stunde, aber heute hat es viel Seegras…

Es hat viel Seegras im seichten Wasser. Wenn ich etwas weiter rausschwimme habe ich klares sauberes Wasser, toll. Ich schwimme ca. 1 Std. und geniesse noch etwas die warme Sonne. Zwischendurch kommt Mani zum Strand mit einem jungen Camino-Wanderer, Jorik, er fragt uns, ob er mit uns ein paar Tage mitsegeln darf. Klar, finde ich cool. Er freut sich riesig und bedankt sich. Sie gehen zusammen zurück zum Boot.

Wieder beim Boot, erfahre ich, das Mani auch die anderen Nachbarn eingeladen hat, Trudy und Paul aus England, sie sind auch heute angekommen von La Rochelle.

vielen Dank euch allen für den tollen lustigen Abend….

Es gibt panierte Zucchini und Auberginen, Crevetten im Teig, Empanadas und Peperoni mit Zwiebeln. Dazu Ayvar und Avocado-Humus-Dip. Wir haben einen lustigen Abend. Nach dem Essen wechseln wir das Boot, zu Trudy und Paul, auf eine Amel 50, neu. Eine sehr schöne grosse Yacht mit viel Elektronik, aber richtig viel Wohnkomfort. Wir spielen 3 Runden Top-Ten in Englisch. Mani improvisiert mit Jasskarten und erzählt die Geschichten, wir spielen und erraten…es gab richtig viel zu lachen, gegen halb eins kommen wir ins Bett.

Tschüss Trudy und Paul…

Am Dienstag nach dem Frühstück verabschieden wir uns von allen, tauschen unsere Daten aus und verlassen den Hafen. Auf einmal segeln wir in eine dicke Nebelwand, trotz Wind. Die ersten 17 Meilen können wir toll segeln, Jorik kämpft mit etwas Übelkeit und legt sich an Deck hin. Später lässt der Wind stark nach, die Wellen bleiben, deshalb schaukelt es sehr stark. Wir wollen zwischen den Inseln vor Malpica ankern, falls der Wind uns nicht zu stark in die Quere kommt. Leider kommt der Wind genau in die Bucht rein, das würde sehr unruhig werden. Auch die Bucht, in der wir das letzte mal geankert haben ist zu windig, wir haben Böen bis 20/25kn. Schade.

die Nabelwand haben wir hinter uns…
die Wellen sind nicht ganz ohne….

Dann fahren wir halt in den Hafen. Aber wir müssen an eine Boye, es hat zu viele Fischerboyen, da wollen wir den Anker nicht fallen lassen. Wir gehen noch an Land für einen kleinen Spaziergang und einen Kaffee. Es ist 17.30 Uhr und ich bekomme wieder keinen Kaffee, erst ab 20 Uhr???

Jorik paddelt uns an Land…
wir können mal chillen…..
kleiner Fischereihfen Malpica, wir sind an der Boye vor dem Hafen….
Manis erster selbst gefangener Fisch…

Zurück auf dem Boot beginnen wir mit Kochen, Jorik verbringt noch etwas Zeit am Strand und kommt später, gerade richtig zum Essen. Endlich essen wir Manis ersten selbst gefangenen Fisch. Der schmeckt richtig gut. Am Abend hilft Jorik mir bei einigen Computereinstellungen, vielen Dank, das vereinfacht mir vieles.

Am Morgen nach dem Zmorgen verlassen wir den Hafen und fahren unter Motor und nur wenig segeln nach Caion. Wind haben wir fast keinen. Wir ankern, zur Kontrolle wo der Anker sich befindet und ob er auch eingegraben ist, geht Jorik tauchen, das Wasser ist sehr klar, er kann sehen, wo die Kette aufhört, den Anker nicht. Also ist er vergraben, er hält auch.

die Bucht mit Sicht auf Caion…
erstmal über den Heckträger klettern…
dann nach dem Anker tauchen…

Schon am Abend schaukelt das Boot recht stark von den Wellen der Dünung. Mani wollte an eine Boye wechseln im Hafen vom Dorf. Mir ist das Ankern aber lieber, ich möchte in der Bucht bleiben. Aber die Nacht ist sehr unruhig und wir schlafen alle nicht so gut, Mani verbringt sogar etwa 30 min an Deck um das Schwoien zu kontrollieren, ob wir nicht abgetrieben werden, aber es passt alles zum Glück. Am Morgen will Mani früh los und steht alleine auf, holt den Anker hoch und verlässt die Bucht. Ich stehe etwas später auf, dafür lasse ich ausnahmsweise mein Fitnesstraining fallen bei dem Geschaukel und beim Fahren geht das nicht. Leider haben wir absolut keinen Wind, dafür treffen wir eine grosse Delfinschulean.

$Dach ca. 3 1/2 Stunden sind wir in der Bucht von A Coruna und suchen uns eine schöne ruhige Bucht mit einem schönen Strand in der Nähe.

Jorik fährt das Boot…

Wir müssen noch ein paar Sachen einkaufen und suchen ein Lebensmittelgeschäft. Blöderweise haben wir fast keine Gigabits mehr zum surfen und um zu schauen wo ein Laden ist. Mani hat die Distanz von seiner Erinnerung etwas unterschätzt wir gehen 7km bis zum übernächsten Dorf, da hat es einen Froiz, ich bin ziemlich genervt, wir hätten besser das Tandem genommen. Zurück fahren wir mit dem Bus.

Heute, Freitag fährt Mani nach dem Zmorgen mit dem Tandem zum Flughafen A Coruna um ein Mietauto zu holen, morgen kommen Cristina und Bernhard für eine Woche uns besuchen. Mani holt sie in Porto vom Flughafen ab. Jorik und ich quatschen noch miteinander über das Reisen und die Erfahrungen die er bis jetzt so gemacht hat. Er ist erst 18 und reist ohne Geld und ohne Handy, das finde ich bewundernswert. Am Nachmittag bringe ich ihn mit dem Dinghi an Land. Unterwegs treffen wir andere Segler, er fragt sie, ob er ev. ein paar Tage mit ihnen mitreisen darf. Sie hätten ihn mitgenommen, bleiben aber bis Sonntag in der Bucht, am Montag fahren sie in den Hafen von A Coruna für Reparaturarbeiten, das dauert ein paar Tage, dann gehts weiter nach Muxia. Da war er ja schon. Er entscheidet sich, lieber zum Hafen zu gehen und sich ein anderes Boot zu suchen, dass ihn mitnimmt. Mani und ich putzen, räumen das Boot auf und beziehen die Gästebetten neu. Mani kocht für heute und morgen eine feine Fischsuppe. Danach gehen wir schwimmen, chillen etwas am Strand und trinken was im Strandcafé.

Am Samstag nach dem Frühstück fährt Mani nach Porto zum Flughafen, das sind ca. drei Stunden Autofahrt. Ich geniesse die Zeit alleine und lese, schwimme und paddle mit dem SUP zum Strand und zurück, am Abend lese ich in der Hängematte. Gegen 20 Uhr bekomme ich die Nachricht von Cristina, dass sie bald da sind und ich sie mit dem Dinghi abholen kann. Mani und Bernhard schwimmen zum Boot. Zum Nacht essen wir die feine Fischsuppe.

Cristina und ich paddeln zur Miss Suma….
grad mal die Hängematte testen….
wir essen Fischsuppe….

Mani und ich backen am Sonntag morgen je ein Brot fürs Frühstück. Danach nutzen wir noch das Mietauto und fahren nach Santiago de Compastela, schauen uns die Stadt etwas an, ich kaufe mit ein Fussketteli, wir essen ein superfeines Glace und trinken einen Kaffee und was gegen den Durst. Gegen 15 Uhr fahren wir wieder zurück zum Boot. Danach bringen Mani und Cristina das Auto zum Flughafen A Coruna und radeln mit dem Tandem zurück zum Boot.

wir paddeln an Land…
gnüsslich ein Eis essen….
danach noch was gegen den Durst…
alles ruhig…

Bernhard und ich paddeln währenddessen mit dem Dinghi zum Boot, unterwegs fahren wir bei der Ketsch vorbei, ein Schweizer, den laden wir ein zu uns aufs Boot, um was zu trinken. In einer Stunde kommt er mit seinem Beiboot zu uns gesegelt. Mani und Cristina sind auch wieder am Strand, Bernhard holt sie ab. Wir plaudern und gehen schwimmen.

Alain segelt mit seinem Beiboot zu uns…

Am Abend gehen wir auswärts essen in einem feinen Restaurant mit tollem Service. Wir werden eingeladen zu Manis vorgezogenem 60igsten Geburtstag. Es war ein sehr gutes Essen und tolles Ambiente, vielen herzlichen Dank euch beiden. Darum kommt auch der Beitrag erst heute morgen.