Auch am Montag gibt es nur ein kleines Frühstück. Die Wassertanks müssen noch geleert und geputzt werden, beide Kühlschränke ausräumen und reinigen, das Tandem und alle vakuumierten Kleider- und Kissensäcke in der vorderen Gästekabine verstauen. Um 13 Uhr legen wir vom Steg ab und fahren zur Marina Coruna wo das Boot ausgekrant wird. Diese Saison hatten wir keinen einzigen Schaden am Boot, aber heute, beim letzten Anlegemanöver vor der Slipanlage sind wir zu schnell mit mehr Wind als gedacht zum Steg hin gefahren und vom Wind gedrückt worden. Der Standheizungsauslass schrammt an der Ecke vom Steg an und wird abgedrückt. Scheisse, muss das jetzt noch sein, meine Einschätzung der Distanz zum Steg war falsch, Mani dachte, wir seien Näher dran, ich gab ihm die Info, wir haben noch 1 1/2m, das war es aber nicht…


Bei Hochwasser nach 15 Uhr kommen drei Hafenmitarbeiter und eine Hafenmitarbeiterin, sie sichern das Boot mit Fendern ab und platzieren die Gurten richtig. Wir sind gespannt wie das Unterschiff aussieht, ob unsere Coper Coat Ausbesserungen und die Farbe am Bugstrahlruder gehalten haben. Die Miss Suma wird zügig ausgekrant und danach mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt.










Am Dienstag morgen kommt er nochmals bei uns vorbei, Mani beauftragt ihn, den Heizungsauslass zu reparieren und das Boot oberhalb der Wasserlinie zu polieren, was bei uns dieses Jahr nicht schön geworden ist.

Ich hoffe wir haben alles erledigt und nichts vergessen. Alle nötigen Ventile geschlossen, Gas ist abgehängt, Dieselhahn ist zu, Bilgenpumpe läuft, Fenster sind alle zu, ausser das in der Küche unter dem Cockpit. Der Hafenmitarbeiter stellt uns einen Entfeuchter rein, den er regelmässig kontrolliert, so kann er auch einen Blick auf das Victron-Panel werfen und schauen wie es den Akkus geht.
Das Taxi bringt uns zum Busbahnhof in A Coruna, von da fahren wir mit dem Bus ca. 4 1/2 Std. nach Porto zum Flughafen. Gute Flüge ohne Umsteigen nach Zürich fliegen leider nur ab Porto oder Bilbao. Die Fahrt ist angenehm, im Bus ist es kühl und die Sitze sehr bequem. Während der Fahrt kann ich meine Berichte schreiben und checke den Flug für morgen ein. In Porto haben wir für eine Nacht ein Hotel 5min vom Flughafen weg.
Im Hotel will ich das Handy und den Laptop laden. Leider habe ich für den Laptop den Adapter für den Schweizer Stecker vergessen, ich dachte, in der Schweiz brauche ich ihn ja nicht. Das Handy laden geht auch nicht, mit dem Ladekabel zeigt das Handy ein Feuchtigkeitsproblem an und mit dem Induktionsladegerät funktioniert es auch nicht, das blinkt die ganze Zeit nur und lädt das Handy nicht. So ein teures Ding und hält nicht mal drei Jahre, dabei gehe ich so sorgfältig mit meinen Sachen um. Es hat nur noch ca. 17% Akku, wir brauchen es aber morgen wegen der E-Tickets. Ich will Mani ein Mail senden mit den Tickets, komme aber nicht in mein Mail Programm rein, weder am Handy noch am Laptop. Zum Glück ist der Flughafen nicht weit, wir spazieren hin und lassen uns die Tickets ausdrucken. Das ist ein grosses Problem, wenn alles von der blöden Elektronik abhängig ist. Wenn nichts mehr läuft, was dann???
Am Mittwoch läuft zum Glück alles rund und wir landen fast pünktlich am Flughafen in Zürich. Wir nehmen den nächsten Zug in die Ostschweiz, Mani steigt in Wil aus, wo er von Teresa abgeholt wird. Bei ihr können wir die nächsten zwei Wochen wohnen. Ich fahre weiter nach St. Gallen und hole im Strassenverkehrsamt die gestern bestellten Nummernschilder für unser Auto ab. Im Swisscom-Shop lasse ich mich beraten wegen meiner Akku- und Ladeprobleme. Mit dem Kabel im Shop blinkt am Induktionsgerät gar nichts und mein Handy lädt. Ich lasse es eine Stunde laden, so habe ich grad genug Akku um mit dem Online-Ticket nach Wil zu fahren und Mani meine Ankunftszeit zu schreiben. Den Stecker meines Handys muss ich auswechseln lassen, da zeigt es auch im Reparaturshop Feuchtigkeit an. Den muss er aber erst bestellen. Das dauert drei bis vier Tage. Ich fahre wieder nach Wil zurück, Mani holt mich zu Fuss ab, wir spazieren zusammen nach Bettwiesen um bei Irene und Roli das Auto zu holen.
Am Donnerstag morgen fahren wir zum Ruckstuhl, die Umzugsfirma wo Mani arbeitet, ich muss noch ein paar Daten angeben, ab nächster Woche kann ich dort temporär arbeiten. Dave ist am planen für morgen Freitag, er sucht noch Leute. Wir sind parat um spontan schon morgen zu beginnen. Ich bekomme Arbeitskleider und wir kaufen noch Stahlkappenschuhe. Mani erkundigt sich nach einem neuen iPad, er könnte für 300 Fr. das alte ersetzen aber das ist natürlich eine ältere Generation, die nicht mehr sehr lange Up-Dates bekommt. Er entscheidet sich für ein Neues. Am Abend nach dem Lebensmitteleinkauf gehen wir noch Schwimmen, danach geht Mani spielen. Ich schreibe.
Heute morgen um 5 Uhr aufstehen, Proteinshake, Kaffee und Znüni richten und um 5.45 Uhr fahren wir zur Arbeit. Es ist sehr heiss schon am Vormittag, ich bin mich das gar nicht mehr gewohnt. Viel trinken. Mittag essen wir im Migrosrestaurant. Gegen 16.15 Uhr haben wir schon Feierabend und gehen noch kurz ins Schwimmbad und kühlen uns ab.
Am Samstag müssen wir den Keller räumen, den wir von unseren Nachbarn nutzen dürfen. Die Besitzerin ist krank und die Wohnung wird wahrscheinlich bald verkauft. Turi hilft uns, die Sachen kommen in eine Holzlagerbox von Ruckstuhl.

Danach schwimmen wir nochmals eine längere Runde im Freibad Wittenbach. Heute ist St. Gallerfest. Wir freuen uns auf den Abend, verschiedene Essensstände und Musik, vielleicht treffen wir noch jemanden den wir kennen. Pünktlich um 18 Uhr nach unserem Spaziergang zu den drei Weihern kommt ein heftiges Gewitter mit viel Regen, gerade haben alle Stände geöffnet, schliessen die einen schon wieder, weil sie sonst im Nassen stehen. Ein Glacestand verkauft seine Glace für 50% wegen schlechtem Wetter. Nach Wraps, Kaiserschmarrn und Crepes haben wir genug und fahren mit dem Bus zu unserem Auto, wir werden sogar noch nass, es schifft in Strömen. Um 20 Uhr sind wir schon wieder zu Hause. Nach monatelanger Trockenheit, genau am St. Gallerfest ein heftiges Gewitter…


Am Sonntag hat der Spielklub Wil Chlaushöck im Spielmuseum in Münchwilen. Wir gehen auch hin. Für die nächsten paar Wochen war das der letzte Bericht, den ich schreibe. Ev. Schreibe ich noch ein paar Infos darüber, wo wir im September wohnen werden.




