Endlich schönes warmes Wetter für ein paar Tage…

Am Ostermontag Morgen schlage ich mich nochmals mit dem Übertragen der Bilder durch, zum Glück bekomme ich Hilfe von Kurt, herzlichen Dank.

Es wird richtig heiss, bis 27 Grad und strahlender Sonnenschein. Es baden schon einige am Strand, obwohl das Wasser erst ca. 13 Grad hat. Nach einem längeren Morgenspaziergang beginnen wir mit der Arbeit am Boot.

der Strand und die Hafeneinfahrt von Zumaia…
die andere Seite der Hafenmauer….

Wir lassen das Dinghi mit Hilfe der Wintsch runter vom Boot und setzen das Vorsegel, zum Glück hat es fast kein Wind.

wir beginnen das Segel zu setzen…
ich wintsche, Mani fädelt ein…
schon bald ist es oben…
schmale Gassen und kleine Restaurants…
tolle Abendstimmung…

Am Abend nach dem Duschen spazieren wir ins Dorf und trinken noch was in einer kleinen Bar mit vielen Einheimischen. Nachts beginnt es plötzlich ganz stark zu winden, min 23Kn Böen zeigt unser Windmesser an. Irgendwann wird es ruhiger und wir schlafen endlich ein. Morgens kurz nach 6 Uhr geht es wieder los, für ca. 1 3/4 Std. bläst der Wind so heftig, dass das Boot wackelt, das ist sehr unangenehm, ich hab etwas schiss.

obwohl wir nicht im Wasser sind, wackelt das Boot…

Heute Dienstag fahren wir mit dem Velo nach Zarautz, da könne man deutsche Gasflaschen füllen lassen. Wir finden das Gartenzenter, aber die füllen nur spanische Flaschen. Scheisse, wir haben zwei leere und eine halbvoll, was machen wir mit denen? Hoffentlich passen die spanischen Flaschen in die Backskiste!!

auf dem Weg nach Zarautz, Sicht auf den schönen Hafen von Getaria…

Nach dem Essen noch einen kleinen Spaziergang um uns noch mehr von Zumaia an zu sehen.

Sicht auf Zumaia…
Im Hintergrund die spezielle Kirche von Zumaia…

Am Mittwoch werden schon die neuen Schlösser geliefert, die wir gestern bei der Werft bestellt haben. Letztes Jahr sind uns ja zwei kaputt gegangen, geht super einfach zum ersetzen.

geht super einfach…
und passen perfekt….

Wir ziehen mit der Witsch das Leichtwindsegel hoch, Mani klettert auf den Mast und wir montieren das Segel. Leider habe ich kein Foto gemacht mit der Rolle und der Stange. Danach nehmen wir es wieder runter und versorgen es.

Vorbereitung zum am Mast hochklettern…
Mani ist oben und befestigt die Leine für das Leichtwindsegel…
so sieht das aus, bei wenig Wind haben wir ein grösseres leichteres Segel…

Wir testen unsere Ankerwintsch, die funktioniert einfach nie, wenn wir sie brauchen. Wir schliessen die Fernbedienung an und schalten alle Sicherungen ein. Ganz kurz bewegt sich die Kette, danach klickt es nur noch. Also Strom hat sie. Wir schalten alle Sicherungen aus und ich schraube mal rum und versuche das Gehäuse zu entfernen. Eine richtige Anleitung für eine Wartung von unserem Model finde ich nicht. Auch in unseren Unterlagen ist nicht das Model abgebildet. Das Abschrauben des Spills, die Rolle auf der Seite bringt nichts. Endlich habe ich das Gehäuse weg, aber oh Schreck, kein Wunder tut sich da nicht viel. Da ist alles verrostet.

da gehts nicht weiter….
die Schrauben habe ich auch gelöst, ausser das Öl raus läuft passiert nichts…

Wir testen wieviel Volt die Witsch hat und testen sie nochmals. Sie hat 12 Volt und tatsächlich bewegt sich die Kette rauf und runter, ganz kurz aber nur. Die hinteren zwei Schrauben lassen sich nicht öffnen, Mani muss sie rausschlagen. Ersatzmotoren für dieses Model gibt es keine, da sich die Mechanik nicht so einfach öffnen lässt beschliessen wir nach einigem hin und her eine Neue zu bestellen, das gleiche Model.

ich glaube das sieht sehr schlecht aus….

Mani schleift das Ruderblatt und den Kiel ab. Jose schleift die Bombe auf der unteren Seite ab und hilft uns bei der Reparatur.

da wird noch geschliffen…
geschliffen und geflickt…
auch geschliffen und geflickt…

Heute Donnerstag fange ich mit dem Warten der Witschen an, das habe ich ja schon mal gemacht, das sollte kein Problem mehr sein für mich. Aber trotzdem mache ich von jedem Schritt ein Foto, damit ich nachher beim Zusammenbauen nachschauen kann, falls ich Probleme habe. In der Beschreibung, die ich letztes mal hatte, hiess es, man soll mit dem Fett sparsam umgehen, das habe ich dann auch gemacht. Scheinbar war ich zu sparsam, die Witsch ist fast fettfrei, alles weg, darum war sie bei Benutzung recht laut.

so sollte sie dann wieder sein, und keine Teile übrig bleiben…
die Hülle weg…
das sieht sehr trocken aus da drinn…
auf die Federn aufpassen…
nach dem putzen und neu einfetten, wieder richtig zusammenbauen….

Am Freitag putze ich morgens die kleine Wintsch und am Nachmittag die zweite Grosse. Da ist der ganze Tag schon um. Mani bessert die geflickte Stelle aus und das Ruder ist neu gestrichen.

die wunde Stelle ist geflickt…
das Ruder ist neu mit Copper Coat gestrichen…

Die kleine Tauchflasche ist schon geliefert, falls der Anker mal festsitzt und nicht mehr frei zu kriegen ist, haben wir eine Möglichkeit zum Tauchen und so den Anker wieder frei bekommen können.

die Nottauchflasche

An den Wochenenden arbeiten wir nicht. Dieses und nächstes Wochenende ist in Zumaia grosse Party angesagt, ein traditionelles Fest mit Musik, Umzügen, Strassenverkäufer, Chilbi und regionales Essen in den Bars und Tavernen. Am Freitag Abend beginnt es und dauert fast durchgehend bis Montag. Morgens um 4 Uhr läuft noch Musik und am Morgen um 9 Uhr stehen sie beim Churros Stand Schlange. Am Samstag regnet es fast den ganzen Tag, wir gehen Wäsche waschen, die Laundry ist nicht weit weg vom Hafen. Wir packen alles in unsere grosse Ortlieb-Tasche und waschen zwei grosse Maschinen und zwei Tumbler, nach etwa zwei Stunden sind wir wieder zurück auf dem Boot, ein paar wenige Sachen lassen wir lufttrocknen. Eigentlich wollten wir heute an das Fest und essen gehen, aber das Wetter ist uns zu nass. Wir kochen selber, danach lesen wir ein gutes Buch.

wir kommen grad richtig zum Umzug…
in den Gassen ist alles blau…

Am Sonntag nach einem feinen ausgiebigen Zmorgen beschliessen wir das momentan trockene Wetter zu nutzen und wandern auf dem Jackobsweg nach Deba. Wir haben Glück, das Wetter wird besser und die Sonne kommt sogar noch hinter den grauen Wolken hervor. In Deba kaufen wir uns was zu trinken und ein paar Erdnüsse und machen Apero, während wir auf den Zug warten. Wir fahren nach Zumaia zurück, nach dem Duschen suchen wir uns ein Restaurant zum Essen. Das Dorf ist übervoll mit den traditionell gekleideten Einheimischen, die Restaurants sind auch voll und sehr laut. Das dachte ich mir schon, das heute nicht der beste Tag ist, um essen zu gehen. Wir essen eine Pizza im Kebabladen und gehen zurück aufs Boot. Ich habe noch zu tun, schreiben und Fotos übertragen.

Sicht auf Zumaia und den Hafen…
ins Landesinnere…
die Küste ist faszinierend…
da geht der Jakobsweg entlang…
kleiner Zwischenhalt…
tolle Kontraste….