Heute nähen Teresa und ich endliche das Dinghi-Piji fertig, ein Schutz gegen die Sonne. Das erweist sich als sehr sehr mühsam. Der Stoff ist sehr gross und es gibt ein grosses Gewurstel unter der Maschine. Bis alle Löcher eingezeichnet, richtig ausgeschnitten und genäht sind dauert es fast den ganzen Tag.

Beim Spaziergang am Nachmittag am Hafen werden grad die frisch gefangenen Fische abgeladen. Das sind richtige Brummer. Leider können wir hier keinen kaufen.



Natürlich braucht Teresa ihre tägliche Glace Portion, das sind mindestens zwei am Tag. Ich habe in den letzten ein bis zwei Monaten zwei bis drei Kilo zugenommen, deshalb habe ich mich letzte Woche entschieden keine Kohlenhydrate, Zucker und kein Fett zu essen für die nächsten drei Wochen. Dazu kommt jeden morgen 20 bis 40min Fitness. Nach dem nervigen Nähen von heute ist das echt hart, den zwei Schleckmäulern zu zuschauen.





Am Dienstag Nachmittag fahren wir mit dem Dinghi zwei Buchten weiter und schauen ob wir da ankern könnten, Garmin sagt, es sei nicht tief genug. Mani will es aber genau wissen, also fahren wir hin.



Am Mittwoch morgen bringe ich Mani an Land, er geht spazieren. Ich spaziere etwas später zum Botanischen Garten, durch den oberen Dorfteil um das grosse Viadukt zu sehen. Danach treffe ich mich mit Teresa und Kimba beim Dorfmarkt. Wir gehen shoppen. Zwei paar Schuhe haben es mir angetan, ich werde schwach….







Wieder zurück auf dem Boot ziehen wir uns zum Schwimmen um. Mani und ich schwimmen über die Bucht zur anderen Seite und zurück und treffen uns mit Teresa bei der Dusche, sie paddelt mit dem Dinghi rüber.

Heute Donnerstag fährt Mani mit dem Velo morgens noch vor 7 Uhr zum Flughafen Asturien, ca. 4 Stunden und holt dort das Mietauto. Teresa und ich gehen die Wäsche waschen. Nach dem Mittag treffen wir uns beim Boot und packen, Teresa um nach Hause zu fliegen, Mani und ich für ein verlängertes Wochenende. Wir fahren mit dem Auto nach Las Arenas, das Tor zum Picos de Europa. Über booking.com haben wir ein Hotel für 3 Personen und einen Hund für zwei Nächte gebucht. Im Hotel wollen sie uns nicht, sie nehmen keine Gäste mit Hunden. Der Hotelier ist sehr freundlich und vermittelt uns im Dorf eine andere Unterkunft, wo Hunde erlaubt sind. Aber wir müssen uns bei Booking.com beschweren, damit wir keine Storniergebühr bezahlen müssen. Das zeigt sich als sehr mühsam, beim spanischen Service ist nur eine KI-Stimme, die kann uns nicht weiterhelfen. Auch da hilft uns der Hotelier vom ersten Hotel, er kommt auch nicht weiter. Er gibt uns die richtige Telefonnummer wo wir nach mehrmaligem probieren endlich durchkommen. Für die Hotelbuchung in Bermeo von Samstag auf Sonntag hat die Buchung mit Hund funktioniert.

Das Hotel liegt sehr idyllisch, etwas abgelegen vom Dorf an einem kleinen Bach ganz im Grünen. Die Gastgeberin empfängt uns schon. Nach dem Beziehen der Zimmer gehen wir ins Dorf zum Essen.
Wir haben Glück mit dem Wetter, hier ist es schön, sonniges warmes Wetter, in Lluarca soll es kühl und regnerisch sein. Am Freitag wollen wir den Nationalpark Picos de Europa erkunden. Leider finden wir keine guten Informationen über Wanderwege. Wir fahren mit dem Auto nach Sotres. Von da wandern wir Richtung Bulnes. Bei Pandébano wird es für Teresa zu viel, Kimba kann auch nicht so weit laufen, sie fahren mit dem Bus zurück nach Sotres.







In Bulnes gönne ich mir eine Pause, trinke was im Restaurant und bade die Füsse im Bach. Danach wandere ich weiter runter ins Tal, ein steiler Weg in einer engen und steilen aber wunderschönen Schlucht. Mani marschiert weiter, irgendwie müssen wir ja wieder zu unserem Auto kommen. Er hat Glück, dass jemand ihn nach Sotres mitnimmt. So sind er und Teresa um 17 Uhr wieder in Prolongacion um mich abholen.

Am Samstag nach dem Frühstück fahren wir mit dem Auto nach Zestoa um Jose, Xiumara und ihre Familie zu besuchen. So können wir auch die Teile die wir in der Werft bestellt haben, noch abholen. Wir werden herzlichst von der ganzen Familie empfangen und zu einem kleinen Zmittag mit Suppe, Tortilla, Käse und Brot eingeladen.


Und wieder haben wir eine tolle Unterkunft für diese Nacht. Schade dass wir recht Zmittag gegessen haben. Wir haben zu wenig Hunger für das Menu, dass Sie hier anbieten. Sie kochen täglich ein anderes Menu, alles frisch, regional, Bio und vegetarisch.



Am Sonntag Morgen früh um 6 Uhr stehen wir auf und machen uns bald auf den Weg mit dem Auto zum Flughafen Bilbao. Wir begleiten und verabschieden Teresa und Kimba, sie fliegen heim in die brütende Hitze, 37 Grad im Schatten. Wir fahren weiter zum Flughafen Asturia, nähe Gijon und geben das Mietauto wieder ab. Hier ist es kühler und feucht. Wir beladen das Tandem und machen uns auf den Rückweg nach Lluarca zum Boot. Es beginnt zu nieseln, noch bevor wir losfahren. Die Strecke ist wieder sehr schön, viel grün und sehr abgelegen. Viele kleine Weiler, einzelne Häuser nähe der Strasse oder auch weiter weg. Das feucht-warme Klima, der Duft der Eukalyptusbäume und das Vogelgezwitscher erinnert mich an einen Jungle. Um mein Handy vor Nässe zu schützen, lasse ich es die ganze Fahrt über in der Tasche. Ich hatte ja schon öfter Probleme mit der Feuchtigkeit oder mit dem Aufladen.


Am Abend wieder zurück auf dem Boot, das Boot ist noch da und alles in Ordnung. Wir haben sogar zwei Segelnachbarn bekommen.
