Diese Woche kommen wir mit der Arbeit gut voran…

Heute putze ich noch die letzte Wintsch, die Elektrowintsch. Ich nehme sie ganz auseinander, letztes mal habe ich den letzten Kranz, der mit dem Motor verbunden ist nicht entfernt, diesmal ist es aber dringend notwendig. Sie ist sehr schmutzig. Aber soweit noch alles ok. Auch die untere Platte schraube ich ab, vergesse aber das fotografieren.

auch der Kern der Wintsch muss ich putzen…
die Platte kommt auch noch weg…

Mani kümmert sich um den Autopiloten, der immer in die falsche Richtung dreht. Nach dem Jose mit dem Hersteller gesprochen hat und uns ein paar Tipps gegeben hat, öffnet Mani alle Ventile, beim Motor kommt Luft raus. Danach sieht es so aus, als könnte es jetzt funktionieren. Richtig testen können wir erst, wenn wir im Wasser sind.

Am Nachmittag demontieren wir die Ankerwintsch. Die Elektrokabel ziehe ich vorsichtig aus der Öffnung, die brauchen wir für die Neue wieder. Beim auseinander nehmen, sehen wir, das diese hier eine mit 1500 Watt Leistung ist. Bei SVB wo wir die Neue bestellt haben gab es keine 1500er. Wir sind nicht sicher, ob die 1000er stark genug ist. Mani telefoniert mit SVB um das abzuklären. Die Losbruchkraft von der 1500 ist 200kg höher, der Berater meint, dass die 1000er für uns zwar knapp ist, aber reicht. Sie ist für Boote bis 14m gedacht. Bei Bavaria sei das Standard.

so muss es nachher auch wieder sein…
mit einem ganz feinen Schraubenzieher…
es ist eine mühsame Kraxelei…
da bin ich stolz, dass ich sie auseinander nehme…

Am Dienstag Morgen nehme ich die Maschine auseinander, weil ich wissen will, wie das ganze innen aussieht. Der Motor sieht gar nicht so schlimm aus, aber die Elektrik ist total verrostet. Wir bringen das ganze auch fast nicht auseinander, die Schrauben sind so festgefressen. Der Mechanische Teil sieht noch super aus, doch leider gibt es für dieses Model keine Ersatzmotoren. Das kann ich mir nur schlecht vorstellen, ich google das. Und leider werde ich fündig, es gibt sogar 1500W Ersatzmotoren!! Das wäre günstiger gewesen als die ganze Wintsch zu ersetzten. Schade habe ich mich nicht vorher erkundigt. Mani ist sich aber nicht sicher, ob wir den Motor richtig einbauen hätten können. Ich glaube schon.

da liegt sie, die alte Ankerwintsch, jetzt bin ich nicht mehr so stolz….

Die Tasche des Aussenborders hat mehrere Beschädigungen durch das Scheuern an der Stange vom Heckträger. Das muss ich flicken. Ich nähe einen grossen Flick aus Bootsplache drauf.

die Löcher sind nicht gut….
das gefällt mir schon besser…

Mani entfernt die Schrift am Heck, schleift alle Rostflecken ab und schleift die Beschädigungen etwas tiefer ein und spachtelt Gelcoat Spachtelmasse rein. Danach wird alles ganz fein mit spezieller Schmirgelwatte poliert.

die Schrift kommt weg und die Schäden werden ausgebessert….

Ich bestelle einen Schriftzug mit dem Bootsnamen und den Heimathafen für die neue Beschriftung am Heck. Das erledige ich telefonisch bei der gleichen Firma wie vor zwei Jahren. Die Lieferfrist dauert zwei bis drei Wochen, ev. müssen wir das dann halt mit dem Velo hier im Hafen holen, wenn wir bis dahin schon in einem anderen Hafen sind.

die grossen Schrammen werden tiefer eingeschliffen….
die Halterung für den Hydrogenerator montieren wir ab…

Die neuen Fenster, die wir bei SVB bestellt haben sind geliefert worden. Am Mittwoch demontieren wir das erste Fenster raus, das von der Küche ins Cockpit. Das erweist sich als recht schwierig, weil zwei Schrauben so stark durch das Salz korrodiert sind, dass wir sie nicht raus drehen können, Mani muss sie mit dem Hammer raus schlagen. Die Montage geht sehr gut, das schwierigste ist, danach das Tikal wieder schön glatt streichen, nicht zu schmal und nicht zu breit.

das sieht gar nicht mehr gut aus….
das erste Fenster kommt raus…
demontieren…
dann aussen rundherum sauber schleifen und abkleben…
auf den sauberen Rahmen kommt Tikal
von innen sieht das schon mal gut aus…..
das eine Fenster im Gästebad ist etwas schwieriger, der Innenrahmen löst sich…
ich bin aber mit dem Ergebnis sehr zufrieden…

Am Donnerstag montieren wir die anderen 5 Fenster ein. Wir brauchen den ganzen Tag dafür. Aber wir sind dann endlich mal zur Abendessenzeit der Spanier parad, so gegen 20 Uhr, nicht schon um 18 Uhr, da gibt es in den Restaurants noch kein Abendessen. Wir essen Tapas ganz in der Nähe vom Hafen.

Die neue Ankerwintsch ist auch geliefert, die montieren wir heute morgen. Wir sind gespannt, ob die Löcher zum Montieren und für die Ankerketten die gleichen sind wie bei der Alten, das würde uns die Arbeit erheblich erleichtern. Die Papierschablone passt genau. Super, perfekt.

die Wintsch ist vorbereitet…
so müssen die Kabel wieder angeschlossen werden…
noch etwas Tikal drauf zum Abdichten…
leider passen die Löcher doch nicht ganz genau, da müssen wir nachhelfen und etwas ausbohren und rumkriechen…
aber wir kriegen es hin und sie läuft, juhuuuu wir können endlich ankern….

Am Samstag nach dem Frühstück fahren wir nochmals nach Zarautz mit einer unserer leeren Gasflaschen, vielleicht gibt es ja doch irgend eine Chance um sie zu füllen. Leider kommen wir nicht weiter. Die spanischen Flaschen sind viel zu gross für unsere Backskiste, wir müssten sie vergössern, dass ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Die Backskiste muss 100%ig dicht sein, es darf kein Gas austreten. Sie müsste nach dem Umbau auch wieder geprüft werden, das machen aber die Spanier nicht, die montieren einen neuen Gasschlauch mit dem aktuellen Jahr, nach zwei Jahren wird der gewechselt, aus.

unsere Backskiste für die Gasglaschen…

Danach spazieren wir am Strand entlang, da findet grad ein Fussballturnier statt, später noch eine regionale Tanzeinlage.

Fussballturnier am Strand…

Wir geniessen einen kleinen Snack und fahren dann wieder zurück zum Boot.

wir setzen die Tauchflasche zusammen für kleinere Notfalle beim Ankern…

Zum Sonntags-Zmorgen backt uns Mani wieder mal Brötchen aus dem Omnia. Die waren fein. Das Wetter wird super, nach dem morgentlichen Regenguss. Wir radeln über Deba nach Mutriku um den Hafen anzuschauen. Da wollen wir später mit dem Boot hin. Im Vorhafen kann man auch ankern. Je nach Wetter und Wellen wäre das auch was.

wunderschöne Nordküste von Spanien…
der Vorhafen von Mutriku…
der Hafen von Mutriku…

Wieder zurück in Zumaia spritz Mani das Boot mit dem Hochdruckreiniger ab, so werden wir endlich mal den ganzen Schmutz und Staub los. Das Wetter ist perfekt dafür, so kann es gut trocknen.

das sieht doch schon super aus…

Heute Abend gehen wir mit Jose essen, er fährt mit uns in ein Restaurant ausserhalb vom Dorf. Wir machen uns parad und sind gespannt wohin er uns führt. Xiomara, Jose’s Frau ist auch dabei. Wir fahren mit dem Auto ca. 7km Richtung Deba in das Restaurant Urberu, (wir sind mit dem Velo schon dran vorbei gefahren) typisch baskisch. Wir degustieren Cidre direkt aus dem Fass und essen feinen gemischten Salat, frischen Fisch und ein Steak. Zum Dessert gibt es baskischen Cheescake und Schokoladencake, danach Kaffee. Nach dem Essen bekommen wir an der Bar noch einen Schlummmertrunk, den wir dann auf der Terasse geniessen.

wir degustieren Cidre direkt vom Fass…
ein T-Bone-Steak…
die Fischtheke ist schon bald leer…
mit dem Beil wird das Fleisch geteilt…
zum Schluss noch einen Schlummertrunk…. Minzlikör…