Heute putze ich noch die letzte Wintsch, die Elektrowintsch. Ich nehme sie ganz auseinander, letztes mal habe ich den letzten Kranz, der mit dem Motor verbunden ist nicht entfernt, diesmal ist es aber dringend notwendig. Sie ist sehr schmutzig. Aber soweit noch alles ok. Auch die untere Platte schraube ich ab, vergesse aber das fotografieren.


Mani kümmert sich um den Autopiloten, der immer in die falsche Richtung dreht. Nach dem Jose mit dem Hersteller gesprochen hat und uns ein paar Tipps gegeben hat, öffnet Mani alle Ventile, beim Motor kommt Luft raus. Danach sieht es so aus, als könnte es jetzt funktionieren. Richtig testen können wir erst, wenn wir im Wasser sind.
Am Nachmittag demontieren wir die Ankerwintsch. Die Elektrokabel ziehe ich vorsichtig aus der Öffnung, die brauchen wir für die Neue wieder. Beim auseinander nehmen, sehen wir, das diese hier eine mit 1500 Watt Leistung ist. Bei SVB wo wir die Neue bestellt haben gab es keine 1500er. Wir sind nicht sicher, ob die 1000er stark genug ist. Mani telefoniert mit SVB um das abzuklären. Die Losbruchkraft von der 1500 ist 200kg höher, der Berater meint, dass die 1000er für uns zwar knapp ist, aber reicht. Sie ist für Boote bis 14m gedacht. Bei Bavaria sei das Standard.




Am Dienstag Morgen nehme ich die Maschine auseinander, weil ich wissen will, wie das ganze innen aussieht. Der Motor sieht gar nicht so schlimm aus, aber die Elektrik ist total verrostet. Wir bringen das ganze auch fast nicht auseinander, die Schrauben sind so festgefressen. Der Mechanische Teil sieht noch super aus, doch leider gibt es für dieses Model keine Ersatzmotoren. Das kann ich mir nur schlecht vorstellen, ich google das. Und leider werde ich fündig, es gibt sogar 1500W Ersatzmotoren!! Das wäre günstiger gewesen als die ganze Wintsch zu ersetzten. Schade habe ich mich nicht vorher erkundigt. Mani ist sich aber nicht sicher, ob wir den Motor richtig einbauen hätten können. Ich glaube schon.

Die Tasche des Aussenborders hat mehrere Beschädigungen durch das Scheuern an der Stange vom Heckträger. Das muss ich flicken. Ich nähe einen grossen Flick aus Bootsplache drauf.


Mani entfernt die Schrift am Heck, schleift alle Rostflecken ab und schleift die Beschädigungen etwas tiefer ein und spachtelt Gelcoat Spachtelmasse rein. Danach wird alles ganz fein mit spezieller Schmirgelwatte poliert.

Ich bestelle einen Schriftzug mit dem Bootsnamen und den Heimathafen für die neue Beschriftung am Heck. Das erledige ich telefonisch bei der gleichen Firma wie vor zwei Jahren. Die Lieferfrist dauert zwei bis drei Wochen, ev. müssen wir das dann halt mit dem Velo hier im Hafen holen, wenn wir bis dahin schon in einem anderen Hafen sind.


Die neuen Fenster, die wir bei SVB bestellt haben sind geliefert worden. Am Mittwoch demontieren wir das erste Fenster raus, das von der Küche ins Cockpit. Das erweist sich als recht schwierig, weil zwei Schrauben so stark durch das Salz korrodiert sind, dass wir sie nicht raus drehen können, Mani muss sie mit dem Hammer raus schlagen. Die Montage geht sehr gut, das schwierigste ist, danach das Tikal wieder schön glatt streichen, nicht zu schmal und nicht zu breit.








Am Donnerstag montieren wir die anderen 5 Fenster ein. Wir brauchen den ganzen Tag dafür. Aber wir sind dann endlich mal zur Abendessenzeit der Spanier parad, so gegen 20 Uhr, nicht schon um 18 Uhr, da gibt es in den Restaurants noch kein Abendessen. Wir essen Tapas ganz in der Nähe vom Hafen.
Die neue Ankerwintsch ist auch geliefert, die montieren wir heute morgen. Wir sind gespannt, ob die Löcher zum Montieren und für die Ankerketten die gleichen sind wie bei der Alten, das würde uns die Arbeit erheblich erleichtern. Die Papierschablone passt genau. Super, perfekt.




Am Samstag nach dem Frühstück fahren wir nochmals nach Zarautz mit einer unserer leeren Gasflaschen, vielleicht gibt es ja doch irgend eine Chance um sie zu füllen. Leider kommen wir nicht weiter. Die spanischen Flaschen sind viel zu gross für unsere Backskiste, wir müssten sie vergössern, dass ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Die Backskiste muss 100%ig dicht sein, es darf kein Gas austreten. Sie müsste nach dem Umbau auch wieder geprüft werden, das machen aber die Spanier nicht, die montieren einen neuen Gasschlauch mit dem aktuellen Jahr, nach zwei Jahren wird der gewechselt, aus.

Danach spazieren wir am Strand entlang, da findet grad ein Fussballturnier statt, später noch eine regionale Tanzeinlage.

Wir geniessen einen kleinen Snack und fahren dann wieder zurück zum Boot.

Zum Sonntags-Zmorgen backt uns Mani wieder mal Brötchen aus dem Omnia. Die waren fein. Das Wetter wird super, nach dem morgentlichen Regenguss. Wir radeln über Deba nach Mutriku um den Hafen anzuschauen. Da wollen wir später mit dem Boot hin. Im Vorhafen kann man auch ankern. Je nach Wetter und Wellen wäre das auch was.



Wieder zurück in Zumaia spritz Mani das Boot mit dem Hochdruckreiniger ab, so werden wir endlich mal den ganzen Schmutz und Staub los. Das Wetter ist perfekt dafür, so kann es gut trocknen.

Heute Abend gehen wir mit Jose essen, er fährt mit uns in ein Restaurant ausserhalb vom Dorf. Wir machen uns parad und sind gespannt wohin er uns führt. Xiomara, Jose’s Frau ist auch dabei. Wir fahren mit dem Auto ca. 7km Richtung Deba in das Restaurant Urberu, (wir sind mit dem Velo schon dran vorbei gefahren) typisch baskisch. Wir degustieren Cidre direkt aus dem Fass und essen feinen gemischten Salat, frischen Fisch und ein Steak. Zum Dessert gibt es baskischen Cheescake und Schokoladencake, danach Kaffee. Nach dem Essen bekommen wir an der Bar noch einen Schlummmertrunk, den wir dann auf der Terasse geniessen.




