Am Montag radeln wir nach Ribeira, da hat es einen Velomech, der sieht ganz ordentlich aus. Wir haben Probleme mit der Schaltung an unserem Tandem. Mani hat schon versucht sie einzustellen, das hat aber nicht funktioniert, sie blockiert immer mal wieder, vor allem beim umschalten in tiefere Gänge wenn es bergauf geht. Das ist sehr mühsam, wir können nicht so gut über höhere Hügel fahren. Also fragen wir mal nach, ob der Mechaniker uns helfen kann. Er holt ein neues Schaltkabel und misst ob es lang genug ist, leider ist es nur um ein paar Zentimeter zu kurz. Er fragt sogar beim anderen Veloladen im Dorf nach, ob der was passendes hat. Nein, hat er nicht. Aber er kann es bestellen, wir sollen ihn morgen anrufen, bis dann weiss er mehr.


Am Dienstag fahren wir zum Kleider waschen wieder nach Ribeira. Nach zwei Stunden, drei Waschmaschinen und zwei Tumblern ist alles wieder sauber und fast alles trocken. Wir radeln weiter in die Bucht bis nach A Pobra do Caraminal. Wir wollten über den Miradoiro da Curota fahren, da aber die Schaltung nicht richtig funktioniert und wir nicht in die tieferen Gänge schalten können ist uns der Weg zu steil. Wir nehmen die normale Strasse zurück.


Am Abend mache ich noch ein kleines SUP-Rundfährtchen in die kleine Lagune am Strand. Ich nehme das Handy nicht mit, ich kann es nicht gut sichern.
Heute Mittwoch fährt Mani zum Velomech und lässt das Velo reparieren, ich bleibe auf dem Boot und lese in meiner gemütlichen Hängematte und geniesse die Ruhe.

Am Abend gehen wir auswärts essen und spazieren vorher noch zum Leuchtturm.


Am Donnerstag nach einem schönen Strandspaziergang zur Lagune und den Wanderdünen verlassen wir die Bucht in Richtung Fisterra. Leider am Anfang des Törns nur per Motor, erst am Nachmittag passt der Wind, dass wir den Gennaker setzen und damit gute zwei Stunden segeln können. Das war sehr schön. In Fisterra legen wir wieder am Steg an.



Abends in Fisterra spazieren wir zum Leuchtturm. Wir sind sehr überrascht, wie viele Touristen es hier hat, viele Autos und sogar Busse fahren weit vor zum grossen Parkplatz.



Am Freitag hat es so wenig Wind, dass wir den Motor die ganze Zeit brauchen und die Fock nur zur Unterstützung hie und da gebrauchen können, die meiste Zeit flattert sie nur und wir nehmen sie wieder rein. Wir halten immer wieder Ausschau nach Orcas, die sollen hier zurzeit recht aktiv mit Segelbooten spielen. Wir sehen zum Glück keine. Wir fahren in den Hafen von Muxia und freuen uns mal wieder auf eine Dusche. Wir bleiben zwei Nächte. In dem Hafen hat es recht viele Deutsche Segler, die einen kommen grad aus der Karibik und segeln Richtung Brest, andere segeln zu den Azoren.



Am Samstag nehmen wir es gemütlich, am Morgen regnet es und es ist kühl. Wir putzen und staubsaugen das Boot, erst am Nachmittag machen wir einen Spaziergang zur Praia de Lourido. Oben am Berg ist ein Luxushotel, mal schauen, ob wir da einen Kaffee bekommen. Leider nein, scheint so, als kommen hier nur Hotelgäste rein, der Eingang ist gesichert.

Später im Dorf gehen wir in ein Café/Bar, zuerst trinken wir was gegen den Durst, ein Wasser und eine Cola. Ich möchte mir noch einen Kaffee bestellen, aber in dem Café gibt es am Nachmittag um 15.35 Uhr noch keinen Kaffee, erst ab 17 Uhr. Das soll mal einer verstehen, ich nicht!!! ):

Wir wollen heute weiter nördlich Richtung Laxe. Aber der eine Deutsche, mit dem wir gestern schon geredet haben, gibt uns eine Warnung weiter, die Orcas die in den letzten Tagen im Raum A Coruna mehrere Boote angegriffen haben seinen nach Süden unterwegs in unsere Richtung. Es sei nicht sehr klug heute und morgen raus zufahren. Also bleiben wir noch zwei Tage hier. Wir haben zum Glück genug Zeit.

Der Strand auf der anderen Seite des Dorfes ist auch sehr schön und einladend, leider ist es heute eher kühl und es weht ein kühler Wind, der mich nicht zum Baden oder Schwimmen einlädt. Meine Wunde am Bein von unserem Sturz letzte Woche am Steg ist auch noch nicht gut genug, um zu lange im Wasser zu sein und die Gefahr das Sand rein kommt ist mir zu gross. Wir machen gemütliche Spaziergänge und ich lese in der Hängematte ein spannendes Buch. Mani versucht sein Glück, mit dem SUP und dem Kescher Fische zu fangen, es hat so viele, sie sind sehr nah an der Oberfläche und mal eine andere Sorte, als die, die wir sonst immer sehen. Aber er kommt ohne Fang enttäuscht zurück.


